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Chartervertragsbedingungen

1. Charterpreis:

Der Charterpreis umfasst:
a) die Nutzung der Yacht samt Zubehör (gemäß Checkliste)
b) den natürlichen Verschleiß der Yacht
c) die Prämien der in Ziff. 4 genannten Versicherungen
d) die Betreuung am ständigen Liegeplatz der Yacht
e) Abgaben, Gebühren und Steuern, soweit diese am ständigen Liegeplatz der Yacht anfallen
f) Beiboot
g) Außenborder für Beiboot für Segelyachten ab 45 Fuß
Im Charterpreis nicht enthalten sind:
a) die Kosten für die Endreinigung (zahlbar am Stützpunkt vor Törnbeginn)
b) die Kosten für verbrauchten Kraftstoff
c) die Kosten für Hafengebühren außerhalb der Basis Marina
b) buchbare Extras wie z.B. Bettwäsche (20 € pro Person), Handtücher (10€ pro Set), Außenborder für Motoryachten und Segelyachten unter 45 Fuß (90 € pro Woche, 120 € ab 2 Wochen), die Gebühr für die Cabrera-Genehmigung etc.
Wird die Anzahlung vom Charterer auch nach Mahnung nicht bezahlt, kann der Vercharterer vom Vertrag zurücktreten und die Yacht anderweitig verchartern. Ausfallbeträge hat der Charterer zu ersetzen.

2. Übergabe der Yacht
a)
Die gebuchte Yacht wird vom Vercharterer seeklar, sauber und mit gefüllten Tanks (Wasser, Treibstoff/Gas) übergeben.
b) Schiffszustand, technische Funktionen und Vollständigkeit von Ausrüstung und Inventar hat der Charterer bei Übernahme anhand der Inventarliste zu überprüfen und deren Vollständigkeit durch Unterschrift zu bestätigen.
c) Kann der Vercharterer die Yacht oder eine zumutbare Ersatzyacht nicht oder nicht rechtzeitig zur Verfügung stellen, kann der Charterer eine Minderung des Charterpreises für die Ausfallzeit verlangen oder nach Setzung einer angemessenen Nacherfüllungsfrist vom Vertrag zurücktreten.
Der Charterer kann nicht vom Vertrag zurücktreten, wenn Teile der Ausrüstung der Yacht bei der vorhergehenden Charter ausgefallen sind und nicht mehr rechtzeitig ersetzt werden konnten, sofern die Yacht dadurch in ihrer Seetüchtigkeit nicht beeinträchtigt ist. Minderungsansprüche des Charterers bleiben jedoch unbenommen.
Weitergehende Schadensersatzansprüche sind im Hinblick auf die Freistellung des Charterers für Folgeschäden nach Ziff. 11 ausgeschlossen, sofern dem Charterer nicht Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit vorgeworfen werden kann.
d) Der Vercharterer ist berechtigt, die Übergabe der Yacht zu verweigern, sofern der Charterer oder der von ihm benannte Schiffsführer nicht über die erforderlichen Qualifikationen zur Führung der gebuchten Yacht verfügt. In diesem Fall kann der Charterer den Charterpreis weder mindern noch zurückverlangen.

3. Kaution

Die Kaution beträgt bei Segelyachten bis 39 Fuß 2.000,00 €, von 40 bis 50 Fuß 2.500,00 €, von 51 bis 56 Fuß sowie bei Segelkatamaranen 3.000,00 €. Bei Motoryachten bis 36 Fuß beträgt die Kaution 2.500 €. Bei Motoryachten ab 37 Fuß beträgt die Kaution 4.000,00 €. Bei der Bavaria 420 Virtess beträgt die Kaution 6.000 €. Die Kautionssummen entsprechen dem jeweiligen Selbstbehalt, der für die jeweilige Yacht abgeschlossenen Kaskoversicherung. Der Kautionsbetrag ist durch Abbuchungsautorisierung von einer gültigen Kreditkarte (VISA oder Mastercard) zu hinterlegen.

4. Versicherungen
a)
Die Yacht ist vollkaskoversichert mit einer Selbstbeteiligung, welche sich an dem Kautionsbetrag gemäß Ziff. 3 ausrichtet, und zwar für jedes Schadensereignis.
Es besteht eine Haftpflichtversicherung für Personen- und Sachschäden mit einer Versicherungssumme von bis zu 5.000.000,00 €. Nicht von der Kaskoversicherung abgedeckt sind Schäden oder Verluste, die mutwillig oder grob fahrlässig verursacht wurden.
Es besteht weiterhin eine Insassenunfallversicherung im gesetzlichen Rahmen.
Das Beiboot sowie der Außenborder sind gegen Diebstahl oder Verlust nicht versichert.
b) Die Versicherung deckt nicht Schäden an mitgebrachten Gegenständen sowie vorsätzlich oder grob fahrlässig herbeigefügte Schäden.
Dem Charter wird anheim gegeben, insofern eine Skipperhaftpflichtversicherung, in welche auch der von ihm benannte Schiffsführer einzubeziehen ist, abzuschließen.

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5. Besondere Verpflichtungen des Charterers
a)
Der Charterer hat spätestens 4 Wochen vor Charterbeginn alle mitfahrenden Personen (Crew) schriftlich zu benennen. Alle Crew Mitglieder geltend als Erfüllungsgehilfen.
b) Der Charterer hat rechtzeitig vor Törnbeginn (mindestens 10 Tage) seine voraussichtliche Ankunft am Schiff sowie seine Handynummer, über die er während der Charterzeit erreichbar ist, mitzuteilen.
c) Der Charterer hat das Schiff und die Ausrüstung verantwortungsbewusst nach den Regeln ordentlicher Seemannschaft zu handhaben und sie so zu behandeln, als würde sie in seinem Eigentum stehen. Insbesondere sind zu beachten:

  • die gesetzlichen Bestimmungen des Fahrtgebiets
  • die ordnungsgemäße Führung des Logbuchs
  • bei Meldungen gefährlicher Wetter- und Seeverhältnisse (ab 7 Bft.) den schützenden Hafen/Bucht nicht zu verlassen bzw. den nächstgelegenen Schutzhafen oder eine geeignete Ankerbucht

    aufzusuchen

  • die Durchführung der turnusgemäß anfallenden Kontroll- und Wartungsmaßnahmen
  • das Schließen der Luken und der Seeventile vor dem Auslaufen
  • Nachtfahrten nur bei guten Revierkenntnissen und nur mit besonderer Umsicht vorzunehmen d) Es ist untersagt:
    • entgeltliche Personen- und Warentransporte durchzuführen
    • die Yacht Dritten zu überlassen
    • undeklarierte zollpflichtige Waren oder gefährliche Güter an Bord zu führen
    • mehr als die in den Schiffspapieren ausgewiesene zulässige Anzahl von Personen einschließlich Skipper an Bord zu nehmen
    • an Wett- oder Regattafahrten teilzunehmen
    • andere Fahrzeuge zu schleppen, wenn kein Seenotfall besteht oder andere Rettungsmöglichkeiten bestehen; wird eine andere Yacht abgeschleppt, so ist der Bergelohn für das Schleppen vorher

      auszuhandeln sowie schriftlich oder unter Hinzuziehung von Zeugen zu fixieren.

    • Rauchen unter Deck
    • die Yacht vor offener Küste ohne Aufsicht zu lassen. 6. Chartergebiet

      Balearische Inseln; dieses Revier darf nur mit Zustimmung des Vercharterers überschritten werden.

      7. Havarien und Schäden
      a)
      Treten während Charterzeit Schäden auf, veranlasst der Charterer die unverzügliche sachgerechte Schadensbehebung bis zur Höhe von 300,00 Eur je Schadensfall. Ausgetauschte Teile sind aufzubewahren.
      Bei größeren Schäden sowie bei Havarien, Verlust, Manövrierunfähigkeit, Beschlagnahmung oder Behinderung der Yacht sowie möglichen Verspätungen sind die Vertretung des Vercharterers
      (Tel: 0034 971 401 883) sowie der Stützpunktleiter, Herr John Roßbach (Tel. 0034 607 224 707) unverzüglich zu benachrichtigen. Der Charterer hat alles zu unternehmen, was Schäden und Folgeschäden (wie Ausfall usw.) mindert. Er hat in Absprache mit dem Stützpunktleiter Reparaturen in Auftrag zu geben, zu dokumentieren, zu überwachen sowie erforderlichenfalls finanziell in Vorlage zu treten.
      b) Bei Schäden fertigt der Charterer eine Niederschrift an und sorgt für Gegenbestätigung (durch Hafenkapitän, Arzt, Havariekommissar, Küstenwache usw.).
      Lässt sich ein Schaden nicht unterwegs beheben, ist der Charterer gehalten, nach Abstimmung mit dem Stützpunktleiter, vorzeitig zurückzukehren, wenn dies zumutbar ist. Auslagen werden vom Vercharterer gegen Quittungsvorlage erstattet.
      c) Unfälle und Havarien mit Beteiligung Dritter müssen umgehend dem Vercharterer gemeldet werden. Außerdem ist vom Charterer ein Bericht mit allen Personalien sowie Schiffstypen, Schiffsnamen und die Namen aller Havariebeteiligten festzuhalten und von allen Beteiligten zu unterschreiben.

      8. Leistungsstörungen

      Tritt der Charterer vom Vertrag zurück, fallen folgende Stornokosten an:

      • bis 18 Wochen vor Charterbeginn: 50 Prozent
      • bis 9 Wochen vor Charterbeginn: 80 Prozent
      • bis 2 Wochen vor Charterbeginn: 90 Prozent
      • 2 Wochen vor Charterbeginn bis Charterbeginn: 100 Prozent des Charterpreises.

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9. Rückgabe der Yacht
a)
Die Rückgabe der Yacht hat zum vertraglich vereinbarten Termin (spätestens 17:00 Uhr, bei Motoryacht- Tagescharter bis 18:00 Uhr) in der vereinbarten Marina zu erfolgen. Eine kostenlose Übernachtung bis zum folgenden Tag, 8:00 Uhr, ist möglich, sofern keine dringenden Reparaturen durchgeführt werden müssen. b) Die Yacht ist sauber (besenrein, gespültes Geschirr, entleerter Fäkalientank) und vollgetankt zurückzugeben. Falls die Yacht nicht getankt zurückgegeben wird, berechnet der Vercharterer den aktuellen Treibstoffpreis zuzüglich einer Tankpauschale von 100,00 €. Sofern der Fäkalientank nicht geleert wurde, berechnet der Vercharterer dem Charterer eine pauschale Gebühr von 150,00 €. Diese Gebühr erhöht sich bei Verstopfung des Fäkalientanks oder einer Toilette auf 360,00 €.
c) Die Rückgabe der Yacht ist erfolgt, sofern diese von sämtlichen Crew-Mitgliedern einschließlich ihrem persönlichen Gepäcks geräumt und dem Stützpunktleiter bzw. einer von ihm benannten Person nach Prüfung auf Mängelfreiheit übergeben wurde. Die Vollständigkeit des übernommenen Zubehörs ist durch Unterzeichnung einer Checkliste vom Charterer zu bestätigen. Wird dies unterlassen, ist die beim Einchecken erstellte und unterzeichnete Checkliste als bindend anzusehen.
d) Bei ordnungsgemäßer Rückgabe der Yacht erlischt die Abbuchungsautorisierung des Kautionsbetrages der hinterlegten Kreditkarte automatisch durch das Kreditkartenunternehmen.

10. Verlängerung, Verspätung und Rückführung
a)
Die Yacht muss zur vorgeschriebenen Zeit im Rückgabehafen ausgecheckt sein. Die Charterzeit kann ohne Einwilligung des Vercharterers nicht verlängert werden. Witterungsbedingte Schwierigkeiten berühren diese Verpflichtung zur pünktlichen Rückgabe nicht. Der Charterer muss die Yacht deshalb in den letzten 24 Stunden vor Vertragsende in ausreichender Nähe zum Rückgabehafen halten.
b) Bei Verspätungen wird die doppelte anteilige Chartergebühr für die überzogene Zeit als Vertragsstrafe fällig (Beispiel: Charterpreis 5.000,00 € für 1 Woche, Dauer der Verspätung 2 Tage, Vertragsstrafe sonach 5.000,00 € : 7 x 2 x 2 = 2.857,00 €).
c) Sollte der Törn an einem anderen Ort als dem vereinbarten Rückgabehafen beendet werden müssen, so ist der Stützpunktleiter unverzüglich zu benachrichtigen. Der Charterer hat für das Schiff zu sorgen oder durch qualifizierte Personen sorgen zu lassen bis der Stützpunkt das Schiff übernehmen kann. Der Charter endet erst mit dieser Übernahme. Der Charterer trägt die hierbei entstehenden Kosten und Folgekosten. Er ist verpflichtet, hinsichtlich erforderlicher Vorauszahlungen in Vorlage zu treten.

11. Haftung des Vercharterer und des Charterers
a)
Beide Vertragsparteien haften nur für zu vertretendes Verschulden. Der Charterer haftet im Übrigen nur in Höhe des Selbstbehalts nach Ziff. 4, also nicht für Folgeschäden und dergleichen, sofern er nicht vorsätzlich oder grob fahrlässig gehandelt hat, oder der Yachtversicherer die Deckung aus Gründen, welche in der Sphäre des Charterers liegen, eine Regulierung ablehnt.
b) Dem Charterer ist ein Verschulden des von ihm benannten Schiffsführers sowie der in der Crew-Liste benannten Personen zuzurechnen.
c) Der Charterer stellt den Vercharterer von sämtlichen Ansprüchen, welche von dritten Personen geltend gemacht werden, frei, sofern ihm gemäß lit. a) und b) eine Haftung trifft.

12. Sonstiges
a)
Sind einzelne Bestimmungen dieses Vertrages nichtig oder rechtsunwirksam oder enthält der Vertrag eine Regelungslücke, wird die Gültigkeit des Vertrags im Übrigen nicht berührt. Nichtige oder unwirksame Bestimmungen werden ersetzt durch solche wirksamen Bestimmungen, welche die Vertragsparteien nach der allgemeinen Lebenserfahrung getroffen hätten, falls sie die Unwirksamkeit gekannt hätten. Dies gilt auch für den Fall, dass der Vertrag eine Regelungslücke aufweist. In diesem Fall gilt dasjenige, was die Parteien nach allgemeiner Lebenserfahrung vereinbart hätten, wenn sie diese Regelungslücke gekannt hätten.
b) Ergänzungen und Änderungen dieses Vertrags bedürfen der Schriftform. Dies gilt insbesondere für die Aufhebung dieses Schriftformerfordernisses.
c) Für diesen Vertrag gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland.
d) Rechtsstreitigkeiten aus diesem Vertrag sind vor den Gerichten, welche für den Wohnsitz des Charterers zuständig sind, auszutragen.

Luxenburg, den ………………..

……………………………………………… Yachting Solution S.A.,
als Vertreter des Vercharterers

…………….., den ………………….

……………………………………………… Charterer


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