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Segeln für Manager

„Die Dinge, die wir wirklich wissen, sind nicht die Dinge, die wir gehört oder gelesen haben, vielmehr sind es die Dinge, die wir gelebt, erfahren, empfunden haben.“ (C.M. Woodwards)   

Wie hole ich die richtigen Leute ins Boot und bringe die Mannschaft sicher ans Ziel? Mit Fragen wie diesen beschäftigt sich die Seefahrt seit Jahrhunderten. Deshalb können Manager beim Segeln einiges lernen, sagen Outdoor- Experten.

Aller Anfang ist schwer: Nur eineinhalb Meter trennen Boote und Steg. Doch der Weg erscheint lang, denn er führt über schmale, schwankende Planken. Nacheinander gehen 20 Seminarteilnehmer an Bord – sie alle sind leitende Angestellte mit Führungsverantwortung. Segelerfahrung bringen die wenigsten mit, fast alle stellen sich einer völlig ungewohnten Situation. In den ersten Tagen lernen sie das Schiff allmählich kennen und trainieren verschiedene Manöver. Anschließend steuern sie konkrete Ziele an und lernen, die Wind-, Wetter- und Wellenbedingungen zu berücksichtigen. Ungefähr so beginnt ein typisches Outdoor- Segeltraining für Manager. Doch was unterscheidet es von einem normalen Segelkurs?

Methode und Lernzyklus

Beim erlebnispädagogischen Outdoor- Training übertragen die Teilnehmer ihre Erfahrungen auf das Berufsleben. Dieser Lernzyklus besteht aus Aktion, Analyse und Synthese. Konkret bedeutet das: Die Gruppe erhält eine Aufgabe, die sie löst und dabei Erfahrungen sammelt (Aktion). Anschließend refl ektiert sie – an Land oder auf dem Wasser – das Erlebte (Analyse). Angeregt durch die Trainer, untersuchen die Teilnehmer die Gruppenprozesse aus der Vogelperspektive, um zum Beispiel festzustellen, wie die Kooperation im Team ablief. Darauf aufbauend sammeln sie Verbesserungsvorschläge für die Praxis (Synthese). Erlebnispädagogische Trainings gehen von folgenden Grundannahmen aus:

Prinzipien

Learning by Doing: Menschen lernen am besten über eigene Erfahrungen. Beim Lösen einer Aufgabe erhalten sie unmittelbar Rückmeldungen darüber, ob ihr Handeln angemessen war. Eindrucksvolle Naturerlebnisse wie das Segeln tragen dazu bei, das Gelernte im Gedächtnis zu verankern.

Gruppenorientierung: Beim Training können die Teilnehmer ihre Teamqualitäten – zum Beispiel ihre kommunikativen Fähigkeiten und den Umgang mit Konflikten – erproben.

Sicherheit: Die Trainer müssen die Mannschaft auf mögliche Gefahren aufmerksam machen. An Bord sollten alle Crewmitglieder Schwimmwesten tragen, die Boote müssen mit Funk und Rettungsinseln ausgestattet sein. Erst in einem sicheren Umfeld können die Teilnehmer spielerisch ihre Ressourcen austesten. Um Neues hinzuzulernen, müssen sie sich aus ihrer Komfortzone wagen und auf unsicheres Terrain bewegen. Erst dann beginnt der Lernprozess.

Freiwilligkeit: Die Teilnahme am Training ist grundsätzlich freiwillig. Jeder darf selbst entscheiden, welche Handlungen er ausführt und wie weit er seine eigenen Grenzen austesten möchte.

 

Segeln und Management Development

Dass ihre Mannschaft in einem Boot sitzt, dasselbe Ziel ansteuert und keine Meutereien anzetteln, wünschen sich alle Führungskräfte. Beim Segeln können sie die entsprechenden Gruppenprozesse beobachten und wertvolle Teamerfahrungen sammeln. Zudem lernen sie sich selbst – mit ihren Stärken und Schwächen – besser kennen. Das Outdoor-Training auf dem Wasser bietet zahlreiche Lernchancen:

Grenzerfahrungen: Die Crewmitglieder werden mit persönlichen Grenzen konfrontiert. Allein das Betreten eines schwankenden und engen Schiffes erleben manche als persönliche Grenzerfahrung. Sie überwinden sich und verlassen ihre Komfortzone, müssen jedoch unter Umständen auch Grenzen ziehen und „Stop“ sagen. Außerdem müssen sie mit den Grenzen der anderen Teilnehmer umgehen, diese erkennen, respektieren und darauf Rücksicht nehmen.

Teamwork und Kommunikation: Teamarbeit und Kommunikation sind an Bord sehr wichtig. Selbst für erfahrene Segler ist es kaum möglich, ein Boot alleine in den Hafen zu segeln. Auf dem Wasser beginnt deshalb zwangsläufi g ein Teambuilding-Prozess, der umso intensiver verläuft, je mehr die Mannschaft gemeinsam erlebt.

Neue Rollen: An Bord übernehmen die Teilnehmer ungewohnte Rollen, ohne zu wissen, ob sie diese ausfüllen können. Beim Segeln haben sie die Chance, eigene Stärken und Schwächen zu entdecken.

Arbeitsanalyse und -synthese: Segeln regt an, über Team- und Arbeitsprozesse nachzudenken. Wer eignet sich für bestimmte Positionen? Wie können wir die Abläufe koordinieren? Und wie teilen wir unsere Kräfte am besten ein?

Rasche Rückmeldungen: Die Konsequenzen einer Entscheidung werden auf dem Wasser rasch sichtbar. Segelt das Boot oder steht es im Wind? Fahren wir schneller oder langsamer als das Vergleichsboot? Die Mannschaft hat beim Segeln die Chance, ihr Verhalten anzupassen und Fortschritte zu erzielen. Segeln ist deshalb ein ideales Trainingsfeld für Strategen.

Fallbeispiel: Kooperation oder Konkurrenz?

Wie diese Lernprozesse an Bord ablaufen können, zeigt ein Fallbeispiel: 20 Managerinnen und Manager nahmen an einem dreieinhalbtätigen Training zum Thema „Kooperation und Konkurrenz in Hochleistungsteams“ teil. Am dritten Tag sollten sie einen 20 Seemeilen entfernten Hafen ansteuern, dort einkehren und anschließend wieder zurückkehren. Die Teams starteten auf zwei Booten. Beide sollten gemeinsam in den Zielhafen einlaufen. Sie nahmen zunächst Kurs auf ein Kap, das sie umrunden mussten, um den Zielhafen zu erreichen. Dabei wählten sie unterschiedliche Kurse. Die Bon Voyage profi tierte von günstigen Windverhältnissen, sie kam schneller voran und entschwand hinter dem Kap. Die Victory blieb bei mittlerweile fast völliger Flaute vor dem Kap liegen. Trotz der Flaute war der Seegang vor dem Kap hoch. Die ersten Besatzungsmitglieder wurden seekrank und nach einer Stunde war rund ein Drittel der Mannschaft nicht mehr einsatzfähig. Die Victory nahm Funkkontakt zur Bon Voyage auf und überlegte mit der anderen Mannschaft, wie sie weiter vorgehen könnten. Obwohl die Bon Voyage das Ziel vor Augen hatte, entschieden sich beide Besatzungen, zurückzukehren. Die Aufgabe erfüllten sie nicht. Dennoch bewerteten beide Crews ihre Entscheidung nicht als Niederlage. Bei der Analyse am folgenden Tag diskutierten sie lange, welche Konsequenzen ein stures Festhalten am ursprünglichen Plan gehabt hätte. Die Teams waren sich einig: Aufgrund der veränderten Umweltbedingungen war es richtig umzukehren, um die Gesundheit einiger Teammitglieder nicht weiter zu gefährden. Obwohl die Funkverbindung gestört und die Verfassung der Mannschaft schlecht war, hatten sie es geschafft, eine Entscheidung zu treffen, die allen Beteiligten diente – und nicht nur einem der beiden Teams.

 

Unsere Trainer

Wolfgang Mayrhofer Ehemaliger Segelhalbprofi , derzeit Universitätsprofessor an der Interdisziplinären Abteilung für Verhaltenswissenschaftlich orientiertes Management an der Wirtschaftsuniversität Wien Autor

Wolfgang Mayrhofer

Wolfgang Mayrhofer

Hans Spitzauer Segelprofi und Outdoortrainer

Hans Spitzauer

Hans Spitzauer

 

 

 

 


Preis auf Anfrage
Name

Tom Eugster

E-Mail contact@Nautic-Mallorca.de
Telefon 0034/ 650 81 48 84
Land Spain
Bundesland Illes Balears
Entfernung: 1 Kilometer
Adresse 1 Plaça de Cort, 1, 07001 Palma, Illes Balears, Spanien
Kategorie
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