Mallorca und Ausländer


10. August 2016 Facebook Twitter LinkedIn Google+ Nautic Mallorca Wassersport Blog



Die Mallorca Zeitung schreibt

Für eine neue Kampagne, die sich an die einheimische Bevölkerung richtet, wurden Wirtschaftsverbände und Gewerkschaften mit ins Boot genommen.

Unten standen die Mallorca-Urlauber Schlange, um die Kathedrale zu besichtigen, oben auf dem Dach des Gebäudes kündigte der balearische Tourismusminister Biel Barceló am Mittwochmorgen (10.8.) eine neue Kampagne an, die für Akzeptanz des Tourismus bei der einheimischen Bevölkerung wirbt. Das Motto: Ja zum Tourismus, aber wirtschaftlich, sozial und ökologisch nachhaltig. „Wir alle wissen, dass wir eine gewisse Kapazität haben“, so Barceló in Anspielung auf die derzeitige Rekordsaison, wobei der Minister das Wort „Kollaps“ vermied. Das Streben nach noch mehr Urlaubern mache keinen Sinn. „Es geht nicht darum, mehr Tourismus zu haben, sondern besseren“, erklärte der Minister.

Die Initiative des Tourismusministeriums tragen sowohl die Wirtschaftsverbände als auch die Gewerkschaften mit. Es sei wichtig, dass alle mit im Boot seien, da es um ein Gleichgewicht im Tourismus gehe, von dem die ganze Gesellschaft profitieren müsse, so Barceló. Ähnliche Kampagnen waren auch schon in früheren Jahren gelaufen („Der Urlauber, dein Freund“), allerdings spielte da der Gedanke der Nachhaltigkeit noch keine Rolle.

Der Leiter der balearischen Tourismusagentur Pere Muñoz betonte, dass der Eindruck der Überfüllung auf jeden Fall vermieden werden müsse. „Dieses Gefühl ist weder gut für die Einheimischen, noch für die Urlauber“, so Muñoz. Er kündigte eine langfristige Kampagne in den sozialen Netzwerken und in den Medien mit einem Budget von 25.000 Euro an, um für einen Tourismus zu werben, der eine wichtige Säule der Balearen-Wirtschaft sei und Arbeitsplätze schaffe, aber auch den Kriterien der Nachhaltigkeit gerecht werde. Zudem werde man in den kommenden Wochen neue Initiativen zur Förderung des Qualitätstourismus starten.

Als Symbol nannte Muñoz den Standort der Pressekonferenz – die Kathedrale stehe schließlich nicht nur für Kulturtourismus, sondern auch für Nachhaltigkeit, da sie ausschließlich grünen Strom beziehe. /ff

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